Knobloch, Heinz: Vom Wesen des Feuilletons. Halle/ Saale 1962

 

Autor:

 Heinz Knobloch

Hrsg./ Auswahl:

-

Titel:

Vom Wesen des Feuilletons
mit Studienmaterial
Theorie und Praxis des Feuilletons

Verlag:

Sprache und Literatur

Ort:

Halle/ Saale

Jahr:

1962

Umfang:

325 S.

Inhaltsverzeichnis:

INHALT

 

Teil I

Vom Wesen des Feuilletons
 

Fragestellung: "Was bedeutet Feuilleton?“       11

Feuilleton - Der Zeitungsteil   18

Feuilleton - Die Darstellungsweise      25

Zur Rolle des Subjektiven im Feuilleton 38

Der literarische Artikel                                        49

Das operative Feuilleton        69

Das Genre Feuilleton    93

Zu einigen terminologischen Fragen      113

Merkmale der drei Feuilleton-Arten      121

Die Pointe beim Feuilleton      123

Feuilleton-Formen und ihre Pointen      129

Das sozialistische Feuilleton und sein Autor    154

Literaturhinweise       155

 

Teil II

Theorie und Praxis des Feuilletons

 

Von der Notwendigkeit des Feuilletons   161

Über den Verfall des bürgerlichen Feuilletons   167

Unsere Tradition - unsere Vorbilder     181

Die Anwendung der feuilletonistischen Darstellungsweise 219

Der literarische Artikel        225

Das operative Feuilleton        253

Das Genre Feuilleton    267

Aus der Werkstatt des Feuilletonisten   279

Hinweise auf einige Feuilletonbände     325

 

Editorisches:

Alle Rechte, auch das der Übersetzung in fremde Sprachen, vorbehalten.

Veröffentlicht unter Lizenz-Nr. 601/29/62

Gesamtherstellung: Kreuz-Verlag (VOB), Halle (Saale)

Einbandgestaltung: G. Gnauck

 

Weitere Auflagen:

 

Hinweise:

 

Motto:

Ich bin davon überzeugt, daß es für einen jungen Schriftsteller sehr nützlich ist, für die Zeitung zu arbeiten. Das ist eine Schule, die in der Literatur durch nichts zu ersetzen ist. Was hat diese Schule zu geben? Sie entwickelt die wertvollsten Eigenschaften, die in der künstlerischen Prosa erforderlich sind: Kürze der Form, Genauigkeit des Ausdruckes, Klarheit des Gedankens.          Konstantin Fedin
(2 weitere Mottos vorhanden, s. S. 6)

Vorwort/
Einleitung:

Einleitung (S. 7-8)
Über den Begriff ,,Feuilleton“ sind so viele verschiedene Ansich-ten und Meinungen in Umlauf, daß ein buntes Durcheinander entstanden ist - auch das ist für manchen das Feuilleton.
Bis heute wirken hier die Einflüsse bürgerlicher Theoretiker nach, die sich mit der Feststellung begnügten, das Feuilleton lasse sich nicht genau bestimmen, eben weil es so vielfältig sei. Infolge ihrer undialektischen Betrachtungsweise waren jene nicht fähig, das Wesen dieser literarischen Erscheinung zu ergründen.
Ehe daher auf die Frage ,,Wie schreibt man ein Feuilleton?“ eingegangen werden kann, muß die Frage ,,Was ist ein Feuilleton?“  beantwortet werden. Die Vielschichtige historische Entwicklung des Begriff es und seine Anwendung im Sprachgebrauch bedingen, daß zwischen Feuilleton und Feuilleton unterschieden werden muß.
Es ist notwendig, ein wenig Systematik in den vielbenutzten Begriff zu bringen. Nicht aus Freude am Einordnen, sondern weil es im ganzen Lande Junge Autoren gibt und schreibende Arbeiter, begabt als Feuilleton-Verfasser und von geeigneten Stoffen umgeben, die ihre Sache zwar oft gefühlsmäßig richtig machen, die aber noch besser auf ihre Leser einwirken könnten, wenn sie bewußt die gegebenen Mittel und Methoden benutzen würden. Wir wollen und müssen das Feuilleton mit seiner Vielfalt noch stärker in den Dienst unserer gemeinsamen sozialistischen Sache stellen, weil es dazu da ist, um bei der sozialistischen Umwälzung auf allen Gebieten unseres Lebens wirksam eingesetzt zu werden. Wir zeigen die wichtigsten Merkmale und die historischen Entwicklungslinien des Feuilletons. Dabei unterscheiden wir den Zeitungsteil Feuilleton von der feuilletonistischen Darstellungsweise und bestimmen drei Feuilleton-Arten näher, den literarischen Artikel, das operative Feuilleton und das Genre Feuilleton. Diese Unterteilung ist ein Versuch. Der Verfasser stützt sich dabei auf mehrjährige eigene praktische Erfahrungen. Definitionen werden nicht in allen Fällen gegeben, weil die bisherige Forschungsarbeit noch nicht dazu berechtigt; aber (S. 8) es wird versucht, Begriffsbestimmungen zu schaffen, die abgrenzen und verbinden. Abermals nicht aus Freude am Einordnen, sondern, ,,weil das Leben fordert“, daß zwischen den Feuilleton-Arten ,,eine theoretische Grenze gezogen wird“, wie der sowjetische Feuilletonist Jewgeni Ossetrow erklärt.
Hier soll keine Geschichte des deutschen Feuilletons gegeben werden. Die Darstellung der historischen Zusammenhänge dient dazu, besser zwischen den möglichen Formen zu unterscheiden, wobei immer wieder zu erwähnen sein wird, wie der Begriff seine abfällige Bedeutung bekommen konnte, deren objektive Grundlage im gesetzmäßigen Literaturverfall unter imperialistischen Bedingungen zu sehen ist. Beispiele sollen die Entwicklung veranschaulichen und, soweit sie Vorbild sein können, anregend wirken. Im zweiten Teil dieses Buches sind Auszüge aus Arbeiten verschiedener Autoren und Beispiele zu theoretischen und praktischen Fragen des Feuilletons zusammengefaßt. Wir verweisen auch auf Jurij Tschaplygin ,,Lachen im Angriff“, Moskau 1960, russ. und Borew, ,,Über das Komische“, erschienen März 1961, die aus technischen Gründen hier nicht mehr aufgenommen werden konnten.
Ziel dieses Buches ist, der Entwicklung unseres sozialistischen Feuilletons zu helfen. Unsere Autoren sollen auf Umfang und Reichweite der feuilletonistischen Gestaltungsmöglichkeiten aufmerksam werden. Zweck und Leserkreis bestimmten die Art der Darstellung, die sich so exakt wie notwendig und so leicht verständlich wie möglich zu sein bemüht.
Berlin, im Frühjahr 1961        H.K.

Nachwort/
Nachbemerkungen:

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Klappentext:

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Zusätzliche Hinweise:

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