Nachlass & Wirkung

Zum Nachlass des Schriftstellers

Der Nachlass von Heinz Knobloch befindet sich überwiegend in der Staatsbibliothek in Berlin in der Handschriftenabteilung unter Nachlässe und Autographen.
Er wird unter der Nr. 353 geführt und besteht einerseits aus Materialien zu seinem Werk, die er bereits Ende der 80er Jahre an die Staatsbibliothek Unter den Linden abgegeben hatte und andererseits aus den nach seinem Tode in den Jahren 2004-2006 an die Handschriftenabteilung übergegangenen Manuskripten, Briefen und sonstigen Unterlagen.
Der Nachlass ist über das Datenbanksystem Kalliope auffindbar: Heinz Knobloch.
Zum älteren Nachlassteil ist im Lesesaal der Handschriftenabteilung der Staatsbibliothek eine Kartei und ein Findbuch einsehbar, der späterer Teil ist noch wenig sortiert.

Erinnerungen an das Wirken von Heinz Knobloch im Straßenbild von Berlin

Im Folgenden finden Sie Beispiele der sichtbaren Auswirkungen der Arbeit und des Werkes von Heinz Knobloch an seinem Hauptwirkungsort Berlin.

Von Heinz Knobloch veranlasste oder angeregte Zeichen der Erinnerung an Personen und Ereignisse (=> in Klammern die entsprechende Buchveröffentlichung)

  1. Gedenktafel (an der “Kommode”= Alte Bibliothek) auf dem heutigen Bebelplatz zur mahnenden Erinnerung an die Bücherverbrennung 1933 durch Nationalsozialisten (datiert mit 1983, lt. Knobloch aber schon im Jahr 1980 angebracht, => “Herr Moses in Berlin” 1981, S. 476)
  2. Gedenktafel mit Porträtbüste von Moses Mendelssohn an der Jüdischen Oberschule in der Großen Hamburger Straße (1986, => Heinz Knoblochs Buch: “Herr Moses in Berlin”) Leider ist die Gedenktafel wegen der blickdichten Umzäunung des Gebäudes und ohne besondere Erlaubnis nicht zugänglich.
  3. Gedenktafel für den Polizisten Krützfeld (1995), der einen Brand der Synagoge in der Oranienburger Str. in der Pogromnacht 1938 verhindert hat. (=> Heinz Knoblochs Buch: “Der beherzte Reviervorsteher”)
  4. Gedenktafel und Umbenennung des Platzes vor dem Rathaus Tiergarten in Mathilde-Jacob-Platz (1995) nach der einfühlsamen Studie Heinz Knoblochs über die Sekretärin Rosa Luxemburgs (=> “Meine liebste Mathilde”), die in diesem Stadtteil (Moabit) lebte.
  5. Gedenktafel für Lina Morgenstern in der Linienstr. 47 (1997), die dort eine Suppenküche einrichtete und sich für Kinderschutz und Mädchenausbildung engagierte. Seit 1996 ist eine Kreuzberger Oberschule nach ihr benannt. (=> Heinz Knobloch Buch: “Die Suppen-Lina”)
    Eine von Heinz Knobloch in einem Interview erwähnte 6. Gedenktafel konnte bisher nicht sicher zugeordnet werden.

An Heinz Knobloch als Schriftsteller und Feuilletonist wird in Berlin- Pankow, wo er die längste Zeit seines Lebens gewohnt hat, gleich doppelt erinnert:

  1. Seit 2005 heißt die Grünanlage gegenüber seiner früheren Wohnadresse Heinz-Knobloch-Platz.
  2. Am Wohnhaus Masurenstr. 4 befindet sich ihm zu Ehren seit 2013 eine offizielle Berliner Gedenktafel.

Eventuelle Nachfragen oder Ergänzungen an Helmut Mehnert